Erfolg

Die richtigen Fragen im Web Design stellen

Die richtigen Fragen im Web Design stellen

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Responsives Web Design ist mittlerweile auch schon für die meisten Unternehmen ein Begriff und fragen aus eigenem Interesse nach der Notwendigkeit einer solchen oder nach den Möglichkeiten, bestehende und neue Webseiten entsprechend aufzubauen. Ich würde behaupten, dass dieses Interesse eigentlich schon gut 2 Jahre zu spät kommt, aber da ein Großteil der Unternehmen auch erst jetzt langsam auf den Zug aufspringen, sind sie in ihrem Unterfangen wenigstens nicht alleine.

Letztlich steht die Frage nach einer responsiven Homepage eigentlich nur noch für ein paar ganz wenige Projekte zur Debatte, da man davon ausgehen kann, dass die Nutzung des mobilen Internets weiterhin erheblich zunehmen wird. Schon jetzt nutzen rund 51% der deutschen das mobile Internet. Bei den 16- bis 24-jährigen liegt der Anteil sogar schon bei 81 Prozent (Quelle: M-Commerce). Aus diesem Grund empfinde ich die Diskussion über eine Webseite für mobile Nutzer nur noch als technisches Detail, um zu erörtern, ob es nun eine responsive, adaptive oder spezielle mobile Homepage sein soll. Darüber sollte nicht mehr großartig Zeit verschwendet werden.

Der Fokus muss darauf gelegt werden, welche Inhalte zu welchem Zeitpunkt auf welchem Gerät und unter welchen Umgebungsbedingungen welcher Zielgruppe präsentiert werden sollen. Langer Satz und viel zu kompliziert. Also nochmal als kurze Auflistung und etwas detaillierter:

Die Zielgruppe:

 

  • Wie sieht meine Zielgruppe aus? Wen will ich mit meiner Webseite ansprechen? Und bitte, bitte nicht versuchen, es jedem recht zu machen. Wer das versucht, kann in der Regel direkt wieder einpacken und eine neue Seite bauen lassen. Eine Webseite sollte die Leute ansprechen für die das Produkt gedacht ist und das können unmöglich alle sein.
  • Davon abhängig ist dann auch das Design und welche Medien mit eingesetzt werden können. Wollen wir Videos präsentieren? Soll die Seite interaktiv sein? Wie sieht die Menüführung aus?

 

Wann, Wo und Wie präsentiere ich welche Inhalte?:

 

  • Welche Inhalte wollen Besucher der Webseite sehen?
  • Wo befinden sich die Besucher der Webseite, wenn sie auf der Homepage surfen? Stehen sie wartend an der Bushaltestelle? Sitzen sie gemütlich im Café um die Ecke oder zu Hause auf der Couch?
  • Mit welchem Gerät besuchen sie die Webseite? Stehen sie im Ladengeschäft und wollen die aktuellen Informationen über ein Produkt über ihr Smartphone abrufen? Oder werden die Informationen in aller Ruhe zu Hause über das Tablet gelesen?

 

Das sind heutzutage die essenziellen Fragen. Wir müssen anfangen uns gezielt darüber Gedanken zu machen, welche Informationen unter gegebenen Umgebungsvariablen praktisch und ansprechend abrufbar sein müssen. Zu Hause am PC mit der Breitbandleitung ist ein Vollbildvideo ja noch schön anzusehen. Unterwegs interessiert mich aber doch eher, wie ich schnell an die Informationen komme, die ich benötige. Wenn ich dafür erst minutenlang warten muss bis die Homepage endlich fertiggeladen hat, dann suche ich mir eine andere Webseite, die mir diese Infos schneller liefert und werde auch in Zukunft eher auf die andere Seite zurückgreifen.

Aber auch die Art der Inhalt sollte angepasst werden. Während ich auf der Couch in aller Ruhe durchaus gewillt bin, mir zusätzliche Artikel durchzulesen, die mir im Seitenbalken vorgeschlagen werden, würden mich diese doch eher nerven, wenn sie mir wertvollen Platz auf dem Smartphone-Bildschirm rauben, obwohl ich mir nur einen bestimmten Artikel durchlesen will. Selbstverständlich will man als Webseitenbetreiber trotzdem ebenfalls die anderen Artikel an die Leserschaft verteilen. Hier gilt es aber andere Wege als die plakative Anpreisung zu finden, Leser dazu zu animieren, vorgeschlagene Artikel zu lesen. Auch wenn diese vielleicht zum gegebenen Zeitpunkt gar kein Interesse daran haben. Beispielsweise sollte es eine Möglichkeit geben, sich solche Artikel auf einfache Art und Weise zu merken, damit man zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückgreifen kann.

Was will ich also mit meinem Artikel sagen? Mir geht es darum, dass Web Designer anfangen müssen gezielter über Inhalte und deren Darstellung unter verschiedensten Umständen nachzudenken und weniger darüber, ob nun responsiv oder nicht und mit welchen Mitteln. Die Frage stellt sich nicht mehr. Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, Unternehmen eben dieses Verständnis zu vermitteln. Dann können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren: die Inhalte.

Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Geschätzte Lesedauer: 1 Minute

Ich habe letztens ein sehr nettes Schaubild dazu gefunden, wie man eine Angewohnheit am besten ändern kann, sollte man das wollen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das ganze in die deutsche Sprache zu übersetzen und grafisch etwas aufzumotzen. Ja, hier und da hätte ich noch etwas genauer arbeiten können. Aber der zeitliche Aufwand dafür war doch viel höher als erwartet. Da hätte ich schon fast einen ganzen Artikel schreiben können. Ich fand es aber zu gut, um es euch vorzuenthalten.

Schaubild zum Thema: Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Hier noch das Originalbild zum Vergleich (Quelle:http://charlesduhigg.com/flowchart-for-changing-habits/)

How to change a habit

 

Projekt Morgenmensch: Ein Selbstversuch

Projekt Morgenmensch: Ein Selbstversuch

Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten

„Morgenstund hat Gold im Mund“ besagt die gute alte Weisheit, die wohl den meisten geläufig sein sollte. Ich denke, das ist totaler Schwachsinn. Biorhythmen sind je nach Person unterschiedlich und so kann es eben sein, dass man gerade morgens eher Mundstuhl als Gold im Mund hat und so gar nichts auf die Reihe bekommt. Effektives Arbeiten praktisch nicht möglich. Nun bin ich aber wie so viele durch die Arbeit dazu gezwungen doch schon früh morgens aufzustehen und zu eben jener zu gehen. Das mache ich nun schon seit geraumer Zeit und habe dadurch natürlich auch meine Schlafzeiten bis zu einem gewissen Grad angepasst.

 

War es früher noch schwierig für mich überhaupt vor 1-2 Uhr ins Bett zu gehen, bin ich mittlerweile doch schon so weit, dass ich mich gegen 23-24 Uhr aufs Ohr haue. Das hat auf jeden Fall dazu geführt, dass ich zwar immer noch der Meinung bin, dass der Biorhythmus eines jeden Menschen anders verläuft, ich aber dennoch in Frage stelle, ob es nicht doch möglich ist, diesen Biorhythmus durch gezieltes Training umzuprogrammieren.

 

Ich bin kein Morgenmensch und es ist fraglich, ob ich jemals einer werde, aber ich sehe auch die Vorteile, wenn man schon früh morgens wach ist und so der gesamte Tag zur Verfügung steht. Darum und auch vor allem nachdem ich den Artikel „Become a Morning Person“ von Sasha VanHoven auf 99u.com gelesen hatte, will ich mich jetzt auch diesem Experiment unterziehen.

 

Ich habe die simplen Regeln vom Originalexperiment geringfügig modifiziert:

  1. Jeden Morgen um 6:30 Uhr aufstehen.
  2. Kein „Snooze“ Button. Wenn man aufwacht, wird aufgestanden.
  3. Nicht später als 23:30 Uhr ins Bett. Das wird schwierig, aber man kann’s ja mal versuchen. Eigentlich müsste ich spätestens 22:30 Uhr ins Bett, damit ich meine 8 Stunden Schlaf bekomme. Da werde ich aber sukzessive dran arbeiten.

 

Über besagten Artikel wurde ich auch wieder auf das Wake-Up Light von Philips aufmerksam. Ich hatte davon zwar schon vor Jahren gehört, dieser Nachttischlampe aber nie wirklich Beachtung geschenkt. Da es aber im Winter merklich schwerer ist, mit Sonnenlicht in den frühen Morgenstunden aufzuwachen und ich die letzten Wochen auch gemerkt habe, dass ich durch meinen Wecker ganz übel aus dem Schlaf gerissen werde, musste ich mir so eine Lampe jetzt anschaffen. Keine ganz günstige Anschaffung, aber ich will hoffen, dass es mir morgens hilft, leichter und von alleine aufzuwachen. Grundsätzlich macht das Wake-Up Light nichts anderes, als eine halbe Stunde vor der Weckzeit die Lampe ganz leicht immer heller werden zu lassen bis sie dann richtig hell leuchtet, sobald man aufstehen muss. Zur Sicherheit ertönt zur Weckzeit dann auch noch Vogelgezwitscher, oder alternativ ein Wecksignal oder Radio. Ziel ist aber, dass man durch das langsam ansteigende Lichtintensität, selbst aus dem Schlaf erwacht und dadurch wesentlich einfacher aus dem Bett kommt. Ich habe mir dazu das Philips Wake-Up Light HF3470/01 besorgt, da es noch zu den preisgünstigen Modellen gehört und man den Halogenstrahler auch noch selbst austauschen kann. Spätere Modelle muss man an Philips einsenden, sollte die Lampe nicht mehr funktionieren. Die Politik, die Philips damit fährt, lasse ich an dieser Stelle mal unkommentiert. Das oft in Bewertungen auf Amazon.de genannte Brummen der Lampe während das Licht immer heller wird, hat sich bei mir übrigens nicht eingestellt. Vielleicht lag es an einem defekten Halogenstrahler in der Lampe.

 

Gestern und heute habe ich die Lampe schon benutzt und bin doch überrascht, wie gut das funktioniert. Am ersten Morgen musste mich noch das Vogelgezwitscher aus dem Schlaf holen. Aufstehen fiel mir aber trotzdem schon leichter als mit meinem normalen Wecker. Heute morgen bin ich durch das Licht schon 9 Minuten vor der eigentlichen Weckzeit aufgewacht und ich hab mich nicht gefühlt, als hätte man mich gerade im Tiefschlaf mit dem Zug überrollt. Ich war nicht extrem wach und bin auch nicht direkt aufgesprungen um die Welt zu umarmen. Aber ich hatte keine Probleme aufzustehen. Nach zwei Tagen schon ein gutes Ergebnis.

 

Das eigentlich Experiment selbst beginnt am Montag. Dann werde ich den Artikel täglich damit aktualisieren, wie es mir so erging. Ich bin gespannt, ob ich zum Morgenmensch mutiere und tatsächlich die Tage besser nutzen kann oder ob es mich vollkommen fertig macht und ich doch einen anderen Weg einschlagen muss. Mein Ziel des Experiments ist es, die Tage besser nutzen zu können und so Projekte schneller voranzubringen und meinen Lebenszielen schneller näher zu kommen. Man darf gespannt sein.

 

Update 1:

Gestern pünktlich auf 23:30 Uhr ins Bett gegangen. Leider war mein Schlaf sehr schlecht und ich bin ständig aufgewacht. Deshalb fiel mir dann das Aufstehen auch ziemlich schwer, so dass mich dann das Vogelgezwitscher vom Wake-Up Light letztlich aus dem Schlaf holen musste, obwohl ich vorher schon durch das Licht kurzzeitig wach war. Ein durchwachsenes Ergebnis, aber bedingt durch den schlechten Schlaf wohl nicht anders zu erwarten. Das wird sich morgen schon ganz anders darstellen, hoffe ich.

 

Update 2:

Gestern um 22:49 Uhr das Licht ausgemacht und dann 9 Minuten (interessanterweise hatte ich das ja genauso schon vor zwei Tagen) vor der eigentlichen Weckzeit durch das Wake-up Light aufgewacht. Ich bin zwar noch einige Minuten liegengeblieben, hab aber währenddessen schon mal ein paar Mails und aktuelle Meldungen im Internet durchforstet. Aufstehen war sehr viel angenehmer als bisher ohne den Lichtwecker und ich konnte auch noch in Ruhe duschen und Frühstück machen. Bisher bin ich sehr zufrieden mit dem Experiment. Ich merke aber auch, dass ich abends deutlich früher müde werde, was ich jetzt noch in Einklang mit dem abendlichen Sport bringen muss. 

 

Update 3:

Da bin ich gestern mal viel zu spät ins Bett gegangen (23:49 Uhr) und das hat sich natürlich dadurch gerächt, dass ich heute erst richtig aufgewacht bin, als der Weckton losging. Bedingt dadurch bin ich jetzt heute auch nicht wirklich fit. Naja, selbst Schuld.

 

Update 4:

Gestern kurz vor 23 Uhr ins Bett gegangen und heute 8min vor der Weckzeit durchs Licht aufgewacht. Doch, ich bin eigentlich jetzt schon überzeugt davon, dass das Wake-up Light ziemlich nützlich ist. Und was die Umstellung auf Morgenmensch angeht: Wirklich fit bin ich morgens jetzt nicht, aber bisher sind ja lediglich vier Tage vergangen. Da ist noch nicht so viel zu erwarten, denke ich. Da geht noch was.  

 

Update 5:

Heute morgen bin ganz schwer rausgekommen und hab auch direkt 30 Minuten überzogen. Schätze, ein Morgenmensch wird man kaum in 5 Tagen. Ich werde aber weiterhin versuchen das durchzuziehen. Gewohnheiten stellen sich ja frühestens nach einem Monat ein. Deshalb wird nur ein Langzeittest zeigen, ob man tatsächlich zu einem Morgenmensch werden kann. Ich würde es aber trotzdem jedem empfehlen auszuprobieren. Man kann die Tage definitiv anders und mitunter wirklich besser nutzen. Nach nur 5 Tagen ein gutes Ergebnis für mich, das mich positiv stimmt.

Mehr Erfolg durch weniger Arbeit

Mehr Erfolg durch weniger Arbeit

Geschätzte Lesedauer: 2 Minuten

Es scheint im ersten Moment paradox zu sein: Man hat mehr Erfolg indem man weniger arbeitet. In der heutigen Zeit geht es hauptsächlich nur noch darum, Leistung zu bringen. Von morgens bis abends soll man arbeiten oder lernen, am besten ohne Pause. Es wird einem suggeriert, dass man nur auf diese Weise erfolgreich sein und es so zu etwas bringen kann. Diese Weisheit könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein.

 

Jeder Mensch verbraucht täglich Energie durch unterschiedlichste Dinge. Das fängt beim Aufstehen und Zähneputzen an und geht bis zum Gedanken an die Fernsehserie von gestern Abend. Alles verbraucht Energie. Diese Energie muss dann in Regenerationsphasen wieder aufgefüllt werden. Die wichtigste Regenerationsphase ist der Schlaf. Gerade der wird mittlerweile zugunsten von Arbeit aber vernachlässigt. Die Auswirkungen auf das allgemeine Leistungsniveau sind verheerend.

 

Wir benötigen durchschnittlich 8 bis 8,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Nur sehr wenige Menschen kommen tatsächlich mit weniger Schlaf aus. Wer meint, mit nur 6 Stunden oder weniger auszukommen, macht sich in der Regel etwas vor und verbaut sich damit die Chance, sein volles Leistungspotenzial auszuschöpfen. Die Zeit, die man am Schlaf eingespart hat, wird nicht optimal genutzt und senkt zusätzlich auch noch ganztägig das Leistungsniveau. Wer am Schlaf spart, spart definitiv am falschen Ende.

 

Und da wir sowieso gerade beim Schlaf sind, kommen wir doch zum im Westen ach so verpönten Mittagsschlaf. In asiatischen Kulturen überhaupt kein Problem, würde man hier doch mit seinem Arbeitgeber wohl einiges an Ärger bekommen, wenn man mittags einfach mal ein paar Minuten schläft. Dabei würde ein kurzer Mittagsschlaf wunder wirken, was die Produktivität in den Nachmittagsstunden angeht. Der Mensch ist nicht darauf ausgelegt den ganzen Tag wach zu sein. Wir haben uns zwar darauf trainiert, aber der Körper benötigt eine kurze Erholungsphase mittags, um dann wieder mit aufgeladenen Batterien weitermachen zu können.

 

Damit noch nicht genug, ist der Körper auch nicht dafür gebaut, über 90min am Stück konzentriert und effektiv zu arbeiten. Man sollte sich darauf trainieren, 90min zu arbeiten und dann eine kurze Pause zu machen, in der man komplett abschaltet, damit eine Erholung möglich ist.

 

Wer also glaubt, dass man gut damit fährt, wenn man jeden Tag ganztägig ohne großartige Pausen arbeitet und dabei versucht mit wenig Schlaf auszukommen, um mehr Zeit für die Arbeit zu haben, der sollte sich besser informieren. Wer sich ausreichend Ruhepausen und Schlaf zugesteht, wird wesentlich mehr und qualitativ hochwertigere Arbeit in kürzerer Zeit erledigen können. Da Erfolg maßgeblich von der Qualität der eigenen Arbeit abhängt, sollte man sich wirklich überlegen, ob man sich nicht doch besser einfach mal auf’s Ohr haut, bevor man völlig übermüdet versucht noch eine Arbeit fertigzustellen.

 

Das Prinzip lässt sich natürlich noch auf viele andere Lebensbereiche anwenden, sei es das Studium und dem damit verbundenen Lernen für Klausuren oder das Erlernen eines Musikinstruments. Der Körper braucht immer Ruhepausen, um die Energiereserven wieder aufzubauen und das Gelernte zu verarbeiten.

 

Weniger ist manchmal also wirklich wesentlich mehr.