Ziele setzen

Den Weg finden

Den Weg finden

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Was, wenn man vom Weg abkommt?
Was, wenn man sich fragt, ob man noch in die richtige Richtung geht?
Weitergehen. Hauptsache man bleibt nicht stehen.

Mitunter kann ich mich auch schon mal in der Arbeit verlieren. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Schließlich gehe ich in meiner Arbeit auf. Tagtäglich lerne ich neue Dinge, bin ich auf der Suche nach neuen Informationen, versuche ich mir neue Werkzeuge anzulesen. Wer hätte ahnen können, dass ich meine Berufung in etwas finden würde, dass ich für lange Zeit auf Eis gelegt hatte, nur um etwas „richtiges“ zu studieren? Aber so kam es und ich habe mich in die Arbeit gestürzt. Es bestimmt meinen Alltag, wie nichts anderes.

Videospiele mag ich auch, aber dazu komme ich kaum noch. Vielleicht auch ganz gut so. Fitness kam zwischendurch noch mit dazu und gab mir einen gewissen Ausgleich zur doch sehr inaktiven Arbeit. Doch ich muss gestehen, dass ich die letzten Monate nur noch sehr sporadisch trainiert habe. Das ist schade und auch nicht besonders gut. Gerne wäre ich wieder regelmäßiger aktiv, aber die Motivation fehlt mitunter einfach.

Wie bekommt man nun seine Motivation zurück? Klar, durch technische Gadgets. Ich bin ja immer noch ein Mann (und ich will das Frauen hier bestimmt nicht absprechen) und ganz dem Klischee entsprechend hab ich mir dann jetzt einen Fitness Tracker besorgt, damit ich dann Joggen gehen kann (Erfahrungsbericht folgt vielleicht noch). Ohne Fitness Tracker geht sowas ja nicht. Man stelle sich mal vor… 🙂 Ich habe jetzt also einen Grund gefunden, mich zum Joggen zu quälen. Hervorragend. Ich habe keine Ahnung, ob ich das schaffen werde. Im Zweifelsfall, habe ich einen schicken Schrittzähler. Fitness betreibe ich ja trotzdem. Nur regelmäßiger müsste es sein. Es wäre nur schön, wenn ich mich in dem Gebiet auch endlich mal einen Schritt vorwärts bewegen würde.

Denn darum geht es ja in allen Bereichen: Vorwärts gehen, sich entwickeln.

Persönlich und beruflich habe ich mir da auch viele Gedanken gemacht. Man wird ja nun auch nicht jünger und da fängt man schon mal an über seine Zukunft nachzudenken.

Beruflich habe ich noch einiges vor. Das steht fest. Was meinen Job angeht, hatte ich schon immer den Drang, besser zu werden, Wissen in mich aufzusaugen und neue Wege zu gehen. Niemals zu sehr an bestehendem festhalten, wenn es keinen Sinn mehr macht. Neue Methoden akzeptieren und sich daran anpassen. Das ist ein sehr fordernder Prozess und nimmt viel Zeit in Anspruch. Zu schnell entwickelt sich der Markt mittlerweile, als dass man großartig innehalten könnte.

Aber kann das alles sein? Wofür macht man das alles? Wohin führt das?

Ich weiß mittlerweile, was ich will. Gut ein Jahr zuvor hätte sich das ziemlich anders angehört. Jetzt weiß ich aber, dass ich gerne die nächste Phase einläuten wollen würde. Ich will mit meiner zukünftigen Partnerin Geschichten erleben, gemeinsam die Welt erkunden, Erinnerungen und eine Familie aufbauen. Ich möchte verstanden und akzeptiert, aber auch kritisiert und gefordert werden von ihr. Ich möchte meine Denkweisen gerne auch weitergeben. Möchte ein Kind großziehen, das nachhaltig denkt, sich halbwegs gesund ernährt, regelmäßig Sport treibt, Durchhaltevermögen besitzt, gut zu anderen Menschen und kein Arschloch ist,…und so viel mehr. In 40 Jahren möchte ich darauf zurückschauen und sagen können, dass ich stets integer war, versucht habe ein guter Mensch zu sein, für Frau und Kind(er) immer der Beste war, der ich sein konnte. Ich möchte ein Zuhause schaffen, in dem sich alle wohlfühlen. Klischee? Ja, sicher. Aber ich finde dieses Klischee durchaus reizvoll. Gerade auch, weil ich weiß, dass ich ein guter Vater wäre. Darüber war ich mir immer sicher, auch wenn ich bisher nie Kinder wollte.

Denn wofür mache ich das alles ansonsten? Für mich selbst? Ja, für mich natürlich auch. Aber ich möchte es auch für meine Partnerin und mein/e Kind/er tun. Der Sache einen Sinn geben – einen vollumfänglichen Sinn geben. Nur Arbeit und nur für mich, ist mir auf Dauer nicht genug.

Aber dafür braucht es eben auch erstmal die richtige Partnerin. Ich bin aber nicht auf der Suche. Suchen führt zu keinem guten Ergebnis. Es wird sich schon ergeben. Da bin ich hoffnungsvoll. Bis dahin werde ich eben alles weiterhin nur für mich und meine Freunde tun und nicht stehenbleiben. Wäre nur schön, wenn ich nicht mehr allzu lange warten müsste.

 

Das war ein relativ persönlicher und offener Beitrag. Ich glaube aber, dass es genügend Leute da draußen gibt, die ähnlich denken. Leute, die sich in ähnlichen Situationen befinden und sich in meinem Beitrag wiedererkennen. So mancher wird sich vielleicht fragen, wieso ich sowas öffentlich schreibe. Mir hilft es Gedanken zu sortieren und ich habe ja die Hoffnung, dass ich vielleicht doch den ein oder anderen damit irgendwie erreichen kann.

Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Geschätzte Lesedauer: 1 Minute

Ich habe letztens ein sehr nettes Schaubild dazu gefunden, wie man eine Angewohnheit am besten ändern kann, sollte man das wollen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das ganze in die deutsche Sprache zu übersetzen und grafisch etwas aufzumotzen. Ja, hier und da hätte ich noch etwas genauer arbeiten können. Aber der zeitliche Aufwand dafür war doch viel höher als erwartet. Da hätte ich schon fast einen ganzen Artikel schreiben können. Ich fand es aber zu gut, um es euch vorzuenthalten.

Schaubild zum Thema: Wie man eine Angewohnheit ändern kann

Hier noch das Originalbild zum Vergleich (Quelle:http://charlesduhigg.com/flowchart-for-changing-habits/)

How to change a habit

 

Der kreative Teufelskreis

Der kreative Teufelskreis

Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten

Wer in irgendeiner Weise eine kreative Tätigkeit ausübt, kennt das Problem: eigentlich gute Ideen werden nicht umgesetzt. Sie werden nicht deshalb nicht umgesetzt, weil es sich um keine tollen Ideen handelt, sondern weil man sich während der Umsetzung dann schon mit einer neuen Idee anfängt zu beschäftigen und dann lieber diese umsetzt. Allerdings wird dann diese neue Idee auch wieder durch eine neue abgelöst. Kreative haben oft das Problem, dass sie sich nicht auf die Umsetzung konzentrieren wollen (ich benutze hier explizit nicht „können“). Grund dafür ist einerseits, dass man sich gerade im kreativen Bereich gerne damit brüstet, unkoordiniert und ohne Plan seinen Neigungen nachzugehen und andererseits, weil die Umsetzung einer Idee leider oft mit sehr langweiligen Themen, wie z.B. Team-Management und Logistik zu tun hat.

 

Was kann man aber gegen dieses Problem machen? Letztlich muss man sich davon lösen, ohne eine gewisse Struktur in seinem kreativen Leben vorankommen zu wollen. Man muss sich darüber im klaren sein, dass man ein System braucht, um gezielt Ideen umzusetzen. In einem solchen System lässt man aber auch immer Zeit für Kreativität. Schließlich will man seine Kreativität ja nicht unterdrücken, sondern diese gezielt neben Umsetzungsprozessen erhalten.

 

Wie man das für sich selbst am besten aufzieht, bleibt jedem selbst überlassen. Ob man nun unzählige Zettel an die Wand hängt, ein Notizbuch mit einem System aufbereitet oder mit einer digitalen Lösung arbeitet, macht letztendlich keinen Unterschied. Wichtig ist nur, dass man alles im Leben in Projekte und Aufgaben aufteilt, diese priorisiert und innerhalb der jeweiligen Projekte in unterschiedliche Kategorien für dringende, wichtige und unwichtige Aufgaben und Referenzen und Ideensammlungen unterteilt.

 

Nehmen wir das Beispiel Wohnungsrenovierung. Auch hierbei handelt es sich um ein Projekt, das im Alltag neben der Arbeit und Familie irgendwie noch Platz finden muss. Ob die Wohnungsrenovierung nun wichtiger oder unwichtiger als bspw. die Erstellung eines neuen Gemäldes ist, muss man hierbei für sich entscheiden. Innerhalb des Projekts „Wohnungsrenovierung“ gibt es aber unterschiedliche Aufgaben mit unterschiedlichen Prioritäten. Das Wohnzimmer muss neu gestrichen werden, die Armatur im Bad muss ausgetauscht werden, weil sie nicht mehr dicht ist und in der Küche soll ein neuer Boden rein. Außerdem gibt es da noch eine Webseite mit einer tollen Idee für ein Muster, das man im Wohnzimmer noch an einer Wand anbringen könnte. Letztens kam einem auch noch die Idee zu einer selbstgezimmerten Deckenbeleuchtung, die sich gut in der Küche machen würde.

 

Die Punkte könnte man nun wie folgt aufteilen:

Projekt „Wohnungsrenovierung“: hohe Priorität

Aufgaben:

  • Farbe festlegen und kaufen
  • Armatur auswählen und kaufen
  • Art des neuen Bodens für die Küche auswählen
  • Küchenboden ausmessen
  • Bodenbelag kaufen
  • Wohnzimmer streichen
  • Armatur austauschen
  • Boden in der Küche herausreißen
  • Neuen Boden verlegen

Referenzen:

  • Homepage-Link zur Webseite mit dem möglichen Muster fürs Wohnzimmer

Ideen:

  • Selbstgezimmerte Deckenbeleuchtung aus Holz mit indirektem Licht an die Decke. Rechteckige Holzplatte. Dunkles Holz.
  • Muster an einer Wand im Wohnzimmer anbringen (siehe Referenzen)

Projekt „Neues Gemälde“: mittlere Priorität

Hier könnte man nun ebenfalls die einzelnen Schritte als Aufgaben auflisten. Das spare ich mir an der Stelle. Ich denke, das Prinzip ist klar.

 

Die einzelnen Aufgaben sollte man dann ebenfalls mit Prioritäten versehen und nie mehr als 5 Aufgaben gleichzeitig laufen haben. Also die fünf wichtigsten Aufgaben heraussuchen und diese bewältigen. Zu viele Aufgaben gleichzeitig und man wird von der Masse an Aufgaben wieder überwältigt. Wenn eine davon fertiggestellt wurde, kann man eine weitere hinzufügen. Darüber hinaus gilt: Alles was man in maximal 2 Minuten erledigen kann, erledigt man sofort. Da man ja auch gut eine Minute benötigt, um eine Aufgabe aufzuschreiben, kann solche Aufgaben auch direkt erledigen.

 

Durch die Aufteilung in Projekte und Aufgaben hat man nicht immer das gesamte Projekt vor Augen, das einen aufgrund der Größe auch durchaus mal regelrecht paralysieren kann und kann so Schritt für Schritt vorangehen, was den netten Nebeneffekt hat, dass man durch das Abhaken der einzelnen Aufgaben auch das Gefühl hat voranzukommen und dadurch motivierter bleibt.

 

Ideen kann man sammeln bis man Zeit dafür hat, diese nochmals anzuschauen und zu entscheiden, ob diese tatsächlich Sinn ergeben oder nicht. Aber auch hier sollte man sich zur Regel machen, zumindest ein Mal pro Monat die Ideen durchzugehen, damit sich nicht zu viele ansammeln. Referenzen dienen als Ergänzung zu den Aufgaben und Ideen und können ggf. dann auch gestrichen werden.

 

Dabei handelt es sich jetzt natürlich nur um ein mögliches System zur Ideenumsetzung, das übrigens grundsätzlich auf der Action Method von Scott Belsky von Behance basiert. Ich habe hier auch nur mal das ganz grobe Prinzip der Methode aufgeführt. Wer Interesse daran hat, sollte sich das Buch „Making Ideas Happen“ besorgen. Sehr lesenswert.

 

Kreativität ohne eine zielgerichtete Umsetzung von Ideen birgt die Gefahr, dass man anfangs zwar sehr euphorisch an neue Ideen herantritt, dann aber schnell die Lust daran verliert, weil die Umsetzung weit weniger interessant ist, als die Entwicklung einer Idee. Nach einer gewissen Zeit können neue Ideen zusätzlich ablenken und führt dazu, dass bereits angefangene Ideen dann doch zugunsten neuer liegen lässt. Das große Problem hierbei ist natürlich, dass man so nie auch nur eine einzige Idee in die Tat umsetzen kann. Deshalb sollte sich jeder kreative Kopf zusammenreißen und ein System zur Umsetzung von Ideen aufbauen. Es geht zu keiner Zeit darum, ob man sich mit der weniger spannenden Umsetzung von Ideen auseinandersetzen kann, als vielmehr ob man es will.

 

Bei all den möglichen Techniken, wie man seinen Arbeitsalltag und sein Leben organisiert, zählt deshalb vor allem eine Sache: Disziplin. Wer nicht diszipliniert an seine Ziele herangeht, wird kaum etwas zustande bringen. Man kann auch mal Glück haben, aber darauf sollte man sich nun wirklich nicht verlassen.

Wie verliert man nicht den Anschluss im Web Design oder anderen Fachgebieten?

Wie verliert man nicht den Anschluss im Web Design oder anderen Fachgebieten?

Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten

Web Design / Web Development ist ein Gebiet, das sich unheimlich schnell weiterentwickelt.  Ich glaube, es gibt kaum etwas anderes, bei dem man so schnell den Anschluss verlieren kann, wenn man nicht aufpasst. Ständig gibt es Veränderungen und Neuerungen – mitunter kann man sich im Wochentakt neue Methoden aneignen, die gerade mal eine Woche alte schon wieder ersetzen. Alle hier aufgeführten Methoden und Tools lassen sich aber auch auf viele andere Gebiete anwenden.

 

Wie bleibt man also am Ball, ohne in der Flut an Informationen unterzugehen? Wie soll man neben der eigentlichen Arbeit noch Zeit finden, sich um aktuelle Entwicklungen zu kümmern? Eins schon mal vorweg: Die Zeit muss man sich einfach nehmen. Auch während oder gerade während der Arbeitszeit, muss es möglich sein, sich aktuelle Neuigkeiten durchzulesen und neue Fähigkeiten anzueignen. Es kann ja nur im Sinne des Chefs sein, dass die Mitarbeiter auch zukünftig konkurrenzfähig bleiben. Darüber hinaus benötigt man dann auch keine teuren Workshops für die Angestellten, die auch nur das lehren, was man sich gut auch selbst hätte aneignen können.

 

Grundsätzlich gehört aber erstmal die richtige Einstellung zum Job dazu. Wer sich nicht für seinen Job interessiert und nicht besser werden will, wird kaum Interesse daran haben, sich täglich durch unzählige Webseiten durchzuklicken, um sich weiterzubilden. Es ist aber unbedingt notwendig, die Energie aufzubringen, sich fortzubilden und alles in sich aufzusaugen, was in der Welt des Web Designs passiert. Dazu gehören sowohl neue CSS- oder Programmiertechniken, als auch neuste Entwicklungen auf dem Handy und Tabletmarkt.

 

Jeden Morgen scanne ich erstmal standardmäßig 14 Homepages, die mich insgesamt in allen Bereichen auf den aktuellen Stand bringen. Sehe ich dabei noch eine interessante neue Technik für HTML und / oder CSS, dann schaue ich mir das genauer an und speichere mir die Seite ggf. dann auch noch ab, damit ich später wieder darauf zurückgreifen kann. Ich habe zu diesem Zeitpunkt diese neue Technik noch nicht gelernt, weiß aber ungefähr wie sie funktioniert und anzuwenden ist und kann diese Information dann abrufen, wenn ich sie für ein Projekt benötige. Dann kann ich mir die Seite wieder aufrufen und mir alles nochmals im Detail anschauen. Wichtig ist erstmal, dass ich weiß, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt, auch wenn ich sie noch nicht aktuell einsetzen kann.

 

In etwas unregelmäßigeren Abständen werfe ich dann noch meinen RSS-Reader an, um ca. 100 Newsweeks zu scannen. Das kann schon etwas Zeit in Anspruch nehmen, deshalb mache ich das seltener. Für den allmorgendlichen Scan der 14 Webseiten benötige ich ca. 10 bis 30 Minuten, je nachdem wie viele Artikel so interessant waren, dass ich sie mir komplett durchgelesen habe. Der zeitliche Aufwand hält sich also in Grenzen. Wenn man das nun kontinuierlich jeden Tag macht, entwickelt sich dadurch eine Gewohnheit, die einen dann auch sehr viel weniger Anstrengung kostet als am Anfang, wenn man sich vielleicht noch dazu zwingen muss. Die Sache mit der Gewohnheit werde ich auch noch in einem weiteren Artikel etwas genauer beleuchten.

 

Auf diese Art und Weise weiß ich also so gut wie immer, was derzeit aktuell auf dem Markt passiert. Würde ich das nicht machen, käme ich sehr schnell ins Hintertreffen und müsste mir sehr mühsam eine große Menge an neuen Techniken aneignen. Und dann es mittlerweile zu meinem täglichen Ablauf gehört, stört es mich auch keineswegs, die Zeit dafür aufzubringen.

 

Das ganze lässt sich vereinfachen, wenn man die richtigen Tools einsetzt und diese auch sinnvoll nutzt. Als erstes sollte man sich eine kleine Extension in seinen Browser laden, der einem mit einem Klick alle notwendigen Seiten auf einmal öffnet. Ich benutze auf Chrome dafür „Daily Links„. Für Firefox gibt es das Addon „Morning Coffee„. Beide ausgesprochen simpel in der Bedienung. Mit Hilfe dieser Tools kann man sich die Seiten, die man sowieso jeden Tag aufrufen will abspeichern und mit einem Klick wieder öffnen.

 

Als nächstes lohnt es sich Dienste wie Pocket, Instapaper oder Readability zu nutzen, um sich Webseiten mit Stichworten versehen merken zu können. So kann man sich mit der Zeit eine stattliche Datenbank an Artikeln anlegen, die über die Stichwort dann auch noch einfach zu filtern sind, damit man die notwendigen Artikel auch wieder finden kann. Welchen Dienst man dabei nutzt, bleibt der persönlichen Präferenz überlassen. Die Grundfunktionen decken all diese Dienste ab. Da man die Funktionen auch auf mobilen Geräten mit den entsprechenden Apps abrufen kann, wird mit Sicherheit auch die Verfügbarkeit einer guten App auf dem eigenen Handy und Tablet ausschlaggebend sein.

 

Als letztes sollte man sich dann noch einen RSS-Reader zum Abruf von RSS Feeds zulegen. Die gibt es als Webdienste und Apps für Browser und Handys und sind beispielsweise auch in E-Mail-Programme, wie Outlook integriert. Die Auswahl ist riesig. Man wird nicht daran vorbeikommen, sich einfach ein paar anzuschauen und dann die App auszuwählen, die einem am meisten zusagt. Ich persönlich benutze schon seit Jahren feedly als Web-App und auch auf dem iPad und bin damit sehr zufrieden, weil es sehr schlicht und übersichtlich aussieht. Darüber hinaus bietet feedly auch noch die Möglichkeit, themenbezogen neue Feeds zu suchen und direkt abzuspeichern.

 

Alles schön und gut, aber wo bekommt man nun die entsprechenden Webseiten her? Da wird man anfangs etwas Zeit investieren müssen, bis man die Homepages zusammen hat, die einem die Infos liefern, die notwendig für einen sind. Als kleinen Startpunkt gebe ich euch hier mal ein paar Links mit.

 

Von dort aus, kann man sich zu anderen Seiten durchklicken. Mit der Zeit kann man sich so eine recht ansehnliche Ansammlung an informativen Homepages zusammenstellen.

 

Ein weiteres sehr schönes Tool ist Prismatic, wenn man noch keine genauen Quellen hat und sich zu unterschiedlichen Themen Neuigkeiten anzeigen lassen will. Ich benutze Prismatic auch erst seit kurzer Zeit, bin aber schon sehr begeistert, vor allem von der neuen Oberfläche, die man derzeit testen kann. Die ist der alten Oberfläche in allen Belangen überlegen.

 

Wer all diese Tools nicht nutzen will, sollte sich zumindest die Mühe machen, alle wichtigen Seiten als Bookmarks im Browser abzuspeichern. Dabei sollte man aber von Anfang an darauf achten, dass man entsprechende sinnvolle Ordnerstrukturen anlegt, da man ansonsten später gar nichts mehr findet. Bookmarks werden schneller unübersichtlich als man manchmal denkt.

 

Das ist meiner Meinung nach das mindeste, was man machen sollte, um in diesem Geschäft nicht unterzugehen. Sicherlich gilt diese Methode nicht nur für Web Design, sondern ist grundsätzlich auf alle Gebiete anwendbar. Ich denke aber, dass man aufgrund der Schnelllebigkeit des Web Designs, gerade hier durch diese Vorgehensweise  für ein andauerndes Lernen sorgen sollte.

 

Insgesamt gilt, dass man nie seine eigene Beta-Phase verlassen sollte. Dazu aber dann mehr in einem meiner nächsten Artikel.

Langfristiges Denken

Langfristiges Denken

Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten

Wer kennt das nicht?: Man hat ein Problem und sieht eine einfache und schnelle Lösung. Die wird dann natürlich sofort genommen, weil man in der Regel zu faul ist oder sich nicht die Zeit nehmen will, die richtige Lösung zu wählen, die aber oftmals den unangenehmen Nebeneffekt mitbringt, dass man sich anstrengen muss.

 

Ja, wir sind doch alle im Grunde faul. Paradebeispiel ist hierfür der Sport. Jeder will gerne abnehmen, aber nachdem man sich ein bis zwei Mal daran gewagt hat, merkt man sehr schnell, dass das doch schon ganz schön nervig sein kann. Dann kommen die ganzen Ausreden mit „Ich habe keine Zeit.“, „Ich bin zu erschöpft von der Arbeit.“, „Ich kann das nicht.“ oder „Ich muss jetzt aber noch (hier ein völlig unwichtige Tätigkeit einfügen) machen.“. Alles nur Ausreden!

 

Ich arbeite als Web Designer schon verhältnismäßig viel. Wenn ich dann abends nach Hause komme, kann ich aber bei bestem Willen nicht einfach die Füße hochlegen und nichts tun. Lebensmitteln wollen eingekauft und Abendessen als auch Mittagessen fürs Büro müssen noch vorbereitet werden. Teilweise braucht dann auch noch jemand Hilfe bei einem PC- oder Webseitenproblem im privaten Umfeld oder es muss noch eine E-Mail verfasst werden. Das alles kostet Zeit, muss aber auch gemacht werden. Die Simpsons um 18:10 Uhr gönne ich mir noch, aber das wars dann auch.

 

Bäm….schon 21 Uhr. Da hat man natürlich keine Lust mehr etwas zu machen. Ist ja schon viel zu spät. Aber das stimmt einfach nicht. Bevor ich mich auf die Couch haue und nichts mache, steig ich lieber nochmal kurz in meine Sportschuhe und mache noch 30-60min Fitnesstraining – und das nach Möglichkeit sogar jeden Tag. Ja, auch ich habe so meine Tage, an denen ich einfach keine Lust mehr habe, wieder Sport machen zu müssen und setz mich lieber vor die PS3 und spiele ein Videogame oder lese mir noch ein paar Artikel aus der Web Design Welt durch. Aber das ist in der Tat selten.

 

Aber was will ich damit eigentlich sagen? Ich schweife ab. Fakt ist: Jeder hat zumindest 30min am Tag Zeit, Sport zu machen. Es geht nur darum, dass man sich das Ziel vor Augen halten und dieses mit Bestimmtheit verfolgen muss. Ein halbwegs gesunder Körper ist nicht mal eben so zu erreichen. Dazu benötigt es eine langfristig angelegte Änderung des Lebenswandels. Ich sage nicht, dass man nicht mehr mit Freunden in die Kneipe gehen oder sich die Pizza reinschieben darf. Man muss aber im großen und ganzen einfach gezielter und konsistent an die Sache rangehen. Ernährungsumstellung gehört da natürlich ganz essenziell dazu. Darauf will ich hier aber noch nicht mal eingehen. Das würde den Rahmen jetzt sprengen. Da kann ich ja mal noch einen anderen Artikel zu schreiben.

 

Ich wollte doch aber auf das Problem eingehen, dass man oft lieber den einfachen Weg geht, als sich mit dem langfristig gesehen besseren Weg auseinanderzusetzen.

 

Mir begegnet oft der Fall, dass jemand ein Problem in der Bedienung des Webs oder damit verbundenen Systemen hat und sich dann an mich wendet, damit ich das „Problem“ löse. Das ist beim ersten Mal noch in Ordnung. Problematisch wird es, wenn ich mir dann die Zeit nehme, nicht nur das „Problem“ zu lösen, sondern auch noch ausführlich zu erklären, wie man es das nächste Mal auch selbst einfach lösen kann. Der Hintergedanke ist natürlich, dass diejenige Person in Zukunft selbstständig solche Probleme lösen und unabhängig von mir agieren kann. Ich verdiene zwar mein Geld mitunter mit solchen Dingen, aber ich bin niemand, der den Leuten das Geld für Dinge gerne aus der Tasche zieht, die sie mit etwas Anstrengung auch problemlos selbst machen könnten.

 

Hier kommt jetzt wieder die bereits erwähnte Faulheit ins Spiel.Nicht jeder hat Lust dazu, sich mit solchen technischen Themen auseinander zu setzen und nicht jeder hat so einen Draht zu diesen Dingen wie beispielsweise ich ihn habe. Aber einfache Tools im Web nicht bedienen zu können, ist heutzutage einfach kaum noch akzeptabel. Einfachste Vorgänge muss man einfach beherrschen. Vor allem dann, wenn man auch noch selbst im Web tätig ist. Da kann man sich nicht ständig jemanden ins Haus holen oder jemand anderen diese Arbeiten verrichten lassen (es sei denn, man hat natürlich ausreichend Geld). Man muss schon auch mal Eigeninitiative beweisen und sich mal ein paar Minuten am hinsetzen und sich mit diesen Dingen beschäftigen.

 

Die Einstellung im Kopf muss sich ändern. Kein Lust zu haben oder davon genervt zu sein, ist keine Entschuldigung und schon gar nicht der richtige Weg, an die Sachen heranzugehen. Schon gar nicht, wenn man sich gerade mal einen immer selben Ablauf von ca. 8 Klicks merken muss, da der Rest schon automatisiert wurde. (Ok, das ist jetzt ein spezielles Beispiel aus meinem Erfahrungsschatz. Da passt natürlich jedes anderes Beispiel mit einer Schwierigkeitsstufe von 8 simplen Klicks).

 

Wenn ich mir einen neuen Fernseher anschaffe, dann rufe ich ja auch nicht ständig jemanden an, um den Kanal zu wechseln. Wenn ich den Fernseher dazu benutze, um meine Arbeit darauf zu präsentieren und damit mein Geld verdiene, muss ich das selbst beherrschen. Ich muss die Farbeinstellungen nicht bis ins letzte Detail einstellen können, aber ein Fernsehkanalwechsel sollte schon möglich sein.

 

Ich will hiermit eigentlich nur an alle appellieren: Entwickelt euch weiter und bleibt nicht stehen, nur weil ihr euch damit herausredet, dass ihr etwas nicht könnt oder weil ihr gerade keine Lust darauf habt. Fangt an langfristig zu denken und nicht nur das kurzfristige Ziel vor Augen zu haben.